Spazio FMG: architektur, design, interior design, fashion, mode, made in Italy, events milan, ereignis mailand, tendenz der mode, XXIII. Weltkongress der Internationalen Architektenunion (UIA), Salone del Mobile 2007, FuoriSalone
Spazio FMG:  life-style, ausstattung, einrichtung, arvhitekt, baumeister, interior designer, trend setter, XXIII. Weltkongress der Internationalen Architektenunion (UIA), Salone del Mobile 2007, FuoriSalone

architektur und design Mailand: Spazio FMG



XXIII Weltkongress
Internationalen Architektenunion





FMG Fabbrica Marmi e Graniti

Spazio FMG: der Architektur aus der ganzen Welt gewidmet, design, interior design, fashion, mode, made in Italy, events milan, ereignis mailand, tendenz der mode, life-style, ausstattung, einrichtung, arvhitekt, baumeister, interior designer, trend setter, XXIII. Weltkongress der Internationalen Architektenunion (UIA), Salone del Mobile 2007, FuoriSalone



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Ausstellung "Nuove verticali a Milano".

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Ausstellung "Nuove verticali a Milano"
Drei Türme für drei namhafte Architekturbüros



"Nuove verticali a Milano" zeigt drei in der Ausführungsphase befindliche Projekte zu drei Türmen, die von drei bedeutenden Büros der zeitgenössischen italienischen Architekturszene entworfen wurden: 5+1 AA, Archea Associati und Boeri Studio.

Die Türme werden an drei verschiedenen Punkten der Stadt errichtet: der Turm von 5+1 in der offenen Landschaft, an der Grenze zwischen Stadt und städtischem Umland (Rozzano); der Turm von Archea an der Stelle eines Montedison-Gebäudes in der Gegend Mac Mahon; der Turm von Boeri Studio im Bereich zwischen dem Stadtteil Isola und dem Bahnhof Garibaldi.

Drei Projekte, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie alle in Mailand und für Mailand entstanden sind.

"La torre che non c’è" (Der "Turm, den es nicht gibt") von 5+1 AA verlegt konzeptuell die Mailänder Stadtgrenze entlang der Ringautobahn und lässt einen 200 Meter hohen Turm entstehen, der durch einen genialen Entwurf von Räumen und Perspektiven zur zweidimensionalen Vision wird, die sich als senkrechter Turm vom Himmel abhebt.

"La Torre delle Arti" (Der "Turm der Künste") von Archea Associati ersetzt die Bürogebäude von Montedison mit einem Projekt, das mit den berühmtesten Wolkenkratzern von Mailand, der Torre Velasca und dem Pirelli-Hochhaus, kommuniziert. Das Ergebnis ist ein markantes Gebilde mit 4 Dächern, 23 Stockwerken plus 4 Kellergeschossen und einer Gesamthöhe von 94 Metern. Dekorative Elemente und funktionale Räume werden in Zusammenarbeit mit Künstlern, Architekten, Fotografen und Designern umgesetzt.

"Il Bosco Verticale" (Der "senkrechte Wald") hingegen ist ein Projekt von Boeri Studio und ein bedeutendes Beispiel für umweltverträgliche Architektur: zwei Türme, der eine mit seinen 23 Stockwerken 108 Meter hoch, der andere bei 21 Stockwerken 78 Meter hoch, sind auf einer Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern mit 900 bis zu sechs Meter hohen Bäumen und Sträuchern bewachsen. Dies begünstigt das Entstehen eines Mikroklimas, die Produktion von Feuchtigkeit und Sauerstoff und die Bindung von CO2 und Stäuben. Auf den Dächern der beiden Türme ist die Errichtung von jeweils 22 Windrädern vorgesehen, ein Teil der Terrassengeländer wird auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern mit Sonnenkollektoren bestückt sein. Dies soll dem Faktor der Mikroklimatisierung entgegenkommen und den Grad der energetischen Unabhängigkeit der beiden Türme erhöhen.

"Wir haben diese Entwürfe ausgewählt, weil es sich dabei um drei italienische Antworten auf die Gleichgültigkeit vieler anderer Entwürfe internationaler, nach Mailand berufener Stars mit sichtlichem Desinteresse für den Ort handelt", erläutert Luca Molinari, Ausstellungsleiter zusammen mit dem jungen Architekten Nicola Russi.
"Es sind keine gleichgültigen Entwürfe, sondern vielmehr räumliche, städtische und architektonische Antworten auf eine für die Stadt wichtige und strategische Fragestellung, nämlich die, ob man zur Darstellung des Wandlungsprozesses, der die Identität einer sich vom Industriezentrum zu einem großen europäischen Pol für fortgeschrittene Dienstleistungen entwickelnden Stadt, erneut zur Debatte stellt, auf Wolkenkratzer zurückgreift oder nicht. Diese Wandlung erfolgt auch über die Architektur und die neuen Bauwerke, die auf deren Fortgang hinweisen."
Die "neuen Hochhäuser" als Kennzeichen für die Modernität der Stadt? Die "neuen Hochhäuser" als Platzersparnis und als Raum für eine Idee von Dichte in höchster Höhe? Die "neuen Hochhäuser" als ungewöhnliches Zeichen einer grundsätzlich horizontalen Stadt, als internationales Zeichen, ganz unabhängig von den Orten? Doch die jüngste Mailänder Geschichte ist von zwei unumstrittenen Meisterwerken der Hochhausarchitektur geprägt: der Torre Velasca und dem Pirelli-Hochhaus.

Dies sind die Fragestellungen und das Thema der Ausstellung "Nuove Verticali a Milano", die eine Gelegenheit bieten möchte, die Entwürfe besser zu verstehen und über die stattfindende Veränderung nachzudenken und öffentlich darüber zu diskutieren.



Hochhaus von 5+1 AA

Die Ringautobahn stellt die zeitgenössische "Stadtmauer" von Mailand dar, die heute als Außen- und Gebietsgrenze immer mehr zum Innenbereich der Stadt gehört. Durch das Erzeugen einer verstärkten punktuellen Dichte auf dieser Linie, die durch Türme, variable Funktionen und Grünflächen am Boden erreicht wird, kann die Stadt auf der gesamten ‚Randlinie’ eine Dichte wie in Manhattan konzentrieren und so in ihrem Innenbereich einen Parkgürtel um die Stadt bilden.

Eines der ersten begründenden Elemente des Bebauungsplans für den D3-Bereich wird eine Reihe von Türmen sein, darunter der mehr als 200 Meter hohe "Grenzturm" nördlich der Ringautobahn. Der Turm ist keine formale Geste, sondern will ein Beziehungssystem zur Umgebung und zu Mailand aufbauen.

Der Turm entsteht als zweidimensionaler Komplex, der als waagerechter Turm am Boden verwurzelt ist und sich im weiteren Verlauf schwungvoll in einer das Gleichgewicht suchenden Geometrie, ähnlich einer Robbe, in den Himmel reckt. Er besitzt keine Hauptstirnseite, sondern eine Folge von Stockwerken, welche die energetisch-ökologischen Aspekte erfüllen und im Tagesverlauf unterschiedlich reagieren.

Er erstreckt sich auf der Nord-Süd-Achse entlang des Querschnitts, der sein Profil umreißt und sein Volumen verstehen lässt, sodass er zu einer fast abstrakten Oberfläche in Ost-West-Richtung wird.

"La torre che non c’è"

- Plan: ein 200 Meter hoher Büroturm innerhalb des Bebauungsplans für den Bereich D3 in Rozzano, Mailand
- Stand: im Bau
- Bauherr: Infrafin srl, Mailand
- Bebauungsplan: 5+1AA srl & Metrogramma
- Architektur- und Landschaftsprojekt: 5+1AA srl
- Architekten: Alfonso Femia, Gianluca Peluffo
- Hochbau: AI Engineering, I2–Stefano Migliaro, Luca Romano
- Anlagenbau, Umweltenergie: AI Engineering
- Straßennetz und Infrastruktur: CST centrostuditraffico–Pietro Gelmini, Ms Ingegneria–Stefano Migliaro
- Landschafts- und Umweltplanung: Ori&Arienti
- Planungsteam: Simonetta Cenci, Domenico Conaci, Antonio Terranova, Sara Gottardo, Francesca Ameglio, Cinzia Avanzi, Lorenza Barabino, Michela Biggi, Luca Bonsignorio, Stefania Bracco, Chiara Braida, Erica Ciano, Abel De Sousa Marques Patacho, Stefania Di Adamo, Silvia Gambula, Domenica Laface, Andrè Guimares Lira, Enrico Martino, Mauro Micheletti, Andrea Michelini, Anna Patti, Carola Picasso, Luca Pozzi, Alessandra Quarello
- Modell ©5+1AA
- Renderings ATTU–Andrea Antonelli
- Kalender Bebauungsplan 2003
- Vorentwurf 2005



Hochhaus von Archea Associati, die "Torre delle Arti"

Mit seinem ständigen Konflikt zwischen der Struktur des Turms und der fundierten Sullivanschen Konzeption des Wolkenkratzers definiert der Entwurf für Mailand von Archea Associati eine neue städtische Bezugsgröße, in der auf der Fläche des derzeit im Abriss befindlichen Montedison-Bürositzes Wohnungen, Büros und Geschäfte am Fuß des neuen Gebäudes untergebracht sein werden.

Die Idee eines Baus mit einer sich nach oben hin vergrößernden Grundfläche, um am Boden Platz zu schaffen, entsprang aus den Vorgaben des australischen Finanzinvestors Babcock & Brown, der nach Erhalt der erforderlichen Baugenehmigungen eine Beratung mit verschiedenen italienischen Büros einberief und sich folglich für die Lösung entschied, die nach Aussage des Bauherren am besten das Gebäude als dialektischen Ausdruck zwischen zeitgenössischem und traditionellem Wohnen in Mailand charakterisierte.

Archea hat folglich einen der Höhe nach mit großen Zwischenrillen verschiedenartig gegliederten Baukörper entworfen, der die Form des Gebäudes betont und schlanker erscheinen lässt, welches so als Interpolation – man könnte sogar an eine Art Morphing denken – zwischen dem ungewöhnlichen Querschnitt der Torre Velasca und den Längsrillen des Pirelli-Hochhauses konzipiert ist: Die vorgelegte Lösung entspricht einer markanten Figur, der es gelingt mit dem monolithischen Erscheinungsbild der vorhergehenden Kurtine zu brechen, wodurch sie nicht nur zu einem Wahrzeichen des ganzen Stadtteils wird, sondern außerdem für eine neue Abgrenzung der Räume am Boden und eine neue Nutzung der Straße, die über einen kleinen Platz innerhalb der Parzelle führt, sorgt.

Hinsichtlich der distributiven und funktionalen Struktur des Gebäudekomplexes sind vier unterirdische Parkebenen mit insgesamt 300 Stellplätzen vorgesehen: Die Höhenentwicklung umfasst ein multifunktionales Erdgeschoss (Geschäfte und Wohnungen), 22 Wohngeschosse, ein Restaurant im 23. Stockwerk und Dachterrassen, die Gesamthöhe beträgt 94 Meter.
Die Verkleidung wird in Stein ausgeführt, während die Oberflächen mit den Rillen in Terrakotta gefliest und mit gelbem 24-karätigem Blattgold überzogen sind, sodass die Längsrillen glänzen und somit auch im nächtlichen Halbschatten erkennbar sind.°

Das Dach zweier der vier Türme, in die der Hauptkörper unterteilt zu sein scheint, wird eine Grünfläche mit einem Erdbecken beherbergen, in das eine große Steineiche sowie andere Hölzer gemäß der Tradition der Mailänder Hängegärten gepflanzt werden.
Die Außen- und Innenbereiche innerhalb der Wohneinheiten sind gekennzeichnet durch ein durchgängiges System von Loggien, welches das Sonnenlicht filtert und die großen Glasöffnungen der Wohnungen schützt. So entsteht eine Art "doppelte Haut", die es ermöglicht, die Fassaden abzuschirmen und so auch eine beachtliche Energieeinsparung zu gewährleisten.
Das Gebäude wird mit einem fortgeschrittenen beleuchtungstechnischen Steuerungs- und Verwaltungssystem ausgestattet sein, die Sichtbarkeit bei Nacht wird durch eine Dämmerphotozelle gewährleistet, welche die Außenleuchten beim Sinken der Sonne einschaltet, während eine Steuerungssoftware die farbliche Beleuchtung der Fassaden an die jahreszeitlichen Lichtveränderungen anpasst.
Das Bauprogramm sieht außerdem für die Umsetzung der dekorativen Elemente und für die Gestaltung der diversen funktionalen Räume die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlern, Architekten, Fotografen und Designern vor, die aufgerufen sind, mit ihrer eigenen Arbeit den Gesamtwert des Bauwerks zu vergrößern.

"Torre delle Arti", Mailand
- Standort: Via Principe Eugenio 1-3-5, Mailand, Italien
- Datum: 2006 (project design)
- Planer: Archea Associati (Laura Andreini, Marco Casamonti, Silvia Fabi, Gianna Parisse, Giovanni Polazzi)
- Mitarbeiter: Eleonora Grassi, Caterina Micucci, Aldo Giacchetto, Davide Biloni, Pierluigi Pala, Davide Penserini, Chiara Sabbatini, Marco Cavalli, Francesco Farnetani, Marco Lupi, Massimo Pirronello, Michele Della Vecchia, Maarten Scheurwater, Reana Reale, Gianpietro Sciarra, Antonello De Bonis, Marcello Silvestre, Pablo Gomez, Paolo Invidia, Francesca Ferrarini, Emilio Cabella, Manuel Di Stefano, Mattia Mugnaini, Anna Castorri.
- Tragwerksplanung: Favero & Milan Ingegneria S.r.l., Venedig
- Anlagen: Studio T.I., Rimini
- Fläche: 1421,53 m² (Geschäfte); 17768,53 m² (Wohnungen)
- Gesamtfläche 19190,06 m²
- Gesamthöhe: 94 m
- Stellplätze: 315
- Renderings: Davide Di Franco, Aldo Giacchetto



Hochhaus von Boeri Studio

Der "Bosco Verticale" besteht aus zwei Türmen – 108 Meter / 27 Stockwerke (plus Erdgeschoss)
- 78 Meter / 21 Stockwerke (plus Erdgeschoss)°

Pflanzen
Der "Bosco Verticale" wird insgesamt mit etwa 900 Bäumen von jeweils drei bzw. sechs Metern Höhe (550 cm der höchste, 350 der niedrigste) sowie mit Sträuchern bepflanzt sein.
Auf einem flachen Gelände würde der "senkrechte Wald" eine Fläche von zirka 7000 Quadratmetern bedecken.

Bei den Pflanzen handelt es sich um verschiedene Hölzer, je nach Sonnenlage, z.B.:
- Nordseite: Birken und Weiden + Cronus (Sträucher)
- Westseite: Essigbaum, Chinesische Wildbirne
- Südseite: Korkeichen + Immergrün;
Ölmyrte ..
- Ostseite: Zierkirsche, Bambus ...

Der "senkrechte Wald" unterstützt
- das Entstehen eines Mikroklimas
- produziert Feuchtigkeit
- bindet CO2 und Stäuben
- produziert Sauerstoff

Die Bewässerung erfolgt großteils über die Wiederverwertung des Kondenswassers der zentralen Klimaanlage.
Mit der Verwaltung und Pflege der Grünflächen der einzelnen Wohnungen wird ein zentraler Gebäudemanager betraut, der auch die zwei Treibhaus-Etagen in den beiden Türmen verwaltet.°

Windräder: Auf den Dächern der beiden Türme ist die Errichtung von jeweils 22 Windrädern vorgesehen
Sonnenenergie: ein Teil der Terrassengeländer mit der besten Sonnenlage wird auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern mit Sonnenkollektoren bestückt sein.
Windräder und Sonnenkollektoren leisten zusammen einen Beitrag zur Mikroklimatisierung, die durch den Baumbewuchs entsteht, und erhöhen so den Grad der energetischen Unabhängigkeit der beiden Türme.




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