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Den-city: Dichtes Wohnen
Werke von: Metrogramma/Mailand und Périphériques/Paris.

Die Ausstellung, die von Luca Molinari und Nicola Russi veranstaltet wird, zeigte erstmals das Werk von Périphériques aus Paris und Metrogramma aus Mailand, die in Europa zu den modernsten und interessantesten Architekturbüros zählen.
Stadtvilla Domus Malles von Metrogramma
Domus Malles ist kein bloßer Wohnbau, sondern ein Gebäude von hoher architektonischer Qualität mit dem Schwerpunkt auf kostengünstigem Wohnkomfort.
Ein Hauptmerkmal dieses Bauwerkes besteht darin, dass sich die Wohnungen allesamt voneinander unterscheiden und nicht steril einander gleichen, so dass ein breit gefächertes Immobilienangebot genutzt werden kann. Die vierzehn Wohnungen bieten unterschiedliche Grundrisse und sind in drei Gruppen unterteilt: Wohnungen mit Garten im Erdgeschoss, Wohnungen mit Loggia und Terrasse im ersten, zweiten und dritten Geschoss und Maisonettewohnungen mit Dachgarten im vierten Geschoss. Für die Fenster kommen streifenförmige Erkerfenster zum Einsatz, die Ergebnis einer sorgfältigen Entwicklungsarbeit sind und von Metrogramma-Sogeca patentiert wurden. Auch die Nordseite ist von großen Fensterflächen gekennzeichnet, die teilweise den Blick auf das Treppenhaus mit den Treppenabsätzen auf der Wohnungsebene freigeben. Die heterogenen Perspektiven und Fassaden und die akkurat ausgearbeiteten Details stellen die sorgfältige Gestaltung der variablen Innenräume heraus. Daraus ist ein in jeder Hinsicht zeitgemäßes Gebäude entstanden, das sich nahtlos in die vorhandene städtische Bausubstanz fügt und elegante Architektur mit dem Niedrigenergiehauskonzept auf einen Nenner bringt. Daher erhielt das Bauwerk auch die Zertifizierung KlimaHaus Typ B zum Thema Umweltfreundlichkeit.
Périphériques
"Die Idee von einer homogenen Architektur ist heute der Archetyp des Totalitarismus. Einerseits lehnen wir die homogene Architektur und Urbanistik aufgrund der Bekennung zur Demokratie ab, andererseits fehlt auf allen Projektebenen noch das völlige Verständnis der Bedeutung und des Wertes von Wörtern wie Diskontinuität, Collage und Zäsur. Da wir in einer dichten und komplexen Realität arbeiten, interessiert uns bei unserer Tätigkeit am stärksten der Versuch, diese Fragmentierung zu akzentuieren und die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Architekturformen in der Stadt zu verstehen." (Périphériques)
Die vom Pariser Büro angewandten Strategien führten zum Verschwinden des Architekten. Die Arbeit und die Philosophie von Périphériques beruht unter anderem auf der Bewußtbarwerdung von zwei architektonischen Stadien. Anfangs gibt es ein Stadium, in dem der Architekt eine Erzählung und eine Strategie für sein Projekt entwickelt. Anschließend, nachdem der Bau fertig gestellt ist und die Bewohner eingezogen sind, setzt eine neue Phase ein, in welcher der Bewohner des Hauses den geplanten Raum umwandelt und benutzt und alle Geschichten vergisst, die vom Architekten in der Planungsphase erdacht und erträumt wurden. Daraus entstehen die Projekte Freaks Tower, Tree Tower, Butterfly House, Villa Torpedo, Quartier Rex Pirotterie, Limoges 132 low energy housing, Maison MR, Maison Icone, Maison Go, La Chapelle Housing und Fayolle Housing. Seitdem die französische Architektengruppe Périphériques gegen Ende der neunziger Jahre zwei selbstproduzierte Bände mit dem Titel Your house now und In-ex publizierte, wurde die europäische Debatte zum Wohnen und zur großstädtischen Dimension des Bauens und Planens von Low-Budget-Häusern um einen vitalen Beitrag voller erbarmungsloser Selbstironie bereichert.
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